X-Trim ASKÖ Zeltweg News


Ort: Klagenfurt
Datum: 13.07.2008
Bericht / Fotos: Wolfram Verdianz


Angst vor Krämpfen während des Bewerbes und eine nicht ausgeheilte Hüftzerrung begleiteten mich zu IRONMAN nach Klagenfurt. Die letzten 5 Wochen bin ich kaum gelaufen. Aber ich wusste mir einzutrichtern, dass meine Grundlagen stimmen müssten.
Irgendwie hatte ich heuer Schwierigkeiten, die Spannung für den Bewerb aufzubauen, bis ich am Samstag einchecken ging.
Schlagartig bin ich mittendrin im IRONMAN - Trubel.

Mein persönliches Ziel:
Meine Erwartungen sind von: "Hoffentlich unter 11 Std" bis "wenn alles passt, kann es unter 10:30 Std werden" (Vorjahr: 10:34Std).
Meine Hoffnung: keine Krämpfe

Sonntag, 13.07.2008 - es ist kurz vor dem Schwimm - Start. Ich stelle mich rechts hinten hin, damit ich beim Schwimmen nicht überrollt werde. Lieber 1 -2 Minuten beim Start verlieren, als überschwommen zu werden. Sitzt die Brille noch? Los geht's!

Das Schwimmen (3,8 km)

Nach dem Steg ein bisschen wegschwimmen vom "Feld", bis die Atmung regelmäßig funktioniert - es "läuft" ziemlich gut. Ohne zu überzocken geht es über 3km bis in den Lendkanal. So weit der See ist, so eng ist der Kanal! Und plötzlich scheint alles verstopft zu sein. Kein Vorbeikommen an Schwimmern, die keine Kraft mehr haben.
Trotzdem: 1:08 Std für das Schwimmen waren für mich nicht so schlecht.
Wechseln: Etwas schwer lassen sich die Kompressionsstutzen anziehen - den Chip hätte ich nicht drunter lassen sollen (musste ihn beim Laufen nach außen verlegen)


Radfahren (180 km):

Ich habe mir vorgenommen, ja nicht zu überhitzen. Die Krämpfe im Vorjahr waren mir noch gut in Erinnerung. Regelmäßig Essen und Trinken ist bereits Routine. Die erste Runde in 2:33Std und die zweite in 2:34Std habe ich sehr gleichmäßig absolviert.
In Summe 5:07 Std sind nicht so schlecht (Schnitt über 35km/h)

Marathon (42,19 km)

Mein "Limiter" beginnt, wie angenommen: Die ersten paar hundert Meter torkle ich noch ungerade in den Marathon und die linke Hüfte spüre ich bei jedem Schritt. Jetzt ist Kopfarbeit gefragt. Ich teile mir die nächsten Kilometer in überschaubare Einheiten ein und verliere die Hüftschmerzen aus dem Kopf.

Es läuft eigentlich ganz gut und nach 10km sehe ich: 55min - das kommt mir zu schnell vor. Nicht mehr Uhr schauen, nur mehr auf rundes Laufen konzentrieren und nur ja keine Krämpfe riskieren . . . Energie kommt von aussen, wenn mich ich meine Frau, Schwester mit Family, Freunde , Sportkollegen und im Speziellen unsere X-Trim Delegation anfeuern , auch wenn Zuschauer meinen Namen rufen oder für mich eine "Welle" machen.
Halb - Marathon: Peter Feichter läuft wieder ein paar Schritte mit, voll motivierend. Er sagt, dass Christian kurz hinter mir ist. Das freut mich sehr für Chris (er hatte ja in der Vorbereitung die größten Probleme mit seinen Verletzungen, dann diese Performance!). Für mich ist es ab jetzt spannender. Wann überholt mich Chris? Leichte Aduktoren - Krämpfe links und rechts lassen mich zurückschalten. Dann geht's wieder. Der Weg in die Stadt zieht sich - und endlich der Lindwurm. Das zweite Mal herum und schon ist Chris da. Ich freu mich für ihn, dass es ihm anscheinend gut läuft, auf der anderen Seite weiß ich um seine Laufstärke und bin stolz, wenn ich nicht zu weit zurückfalle. Also bin ich sehr motiviert und die letzten Kilometer bleiben spannend.

Die Marathonzeit: 3:51Std. ist für mich unerhofft schnell. Die zweite Hälfte bin schneller gelaufen als die erste! Es war, wie ich es mir nur erträumen durfte.

Der Zieleinlauf beim IRONMAN ist das Größte ! Mein Neffe Lukas begleitet mich zum 4. Male und ich traue meine Augen nicht: 10:15 Std !
Meine Hoffnungen sind übererfüllt, ich danke Gott dass es mir gut gegangen ist und ich danke meiner Frau Margareta, dass sie wieder ein Jahr so hinter mir gestanden ist und ich freue mich, dass meine 2 Sportsfreunde von X-Trim Christian und Werner auch heil ins Ziel gekommen sind.